Rundgang
NS-Zeit und Krieg in Rothenburgsort
Kaltehofe-Hauptdeich 6-7, 20539 Hamburg
kostenlos, keine Anmeldung erforderlich
Rothenburgsort war vor dem Zweiten Weltkrieg ein dicht besiedeltes Wohn- und Geschäftsviertel im Hamburger Zentrum. Neben Wohnungen für Arbeiterfamilien entstanden im Laufe des 19. Jahrhunderts wichtige Versorgungsbetriebe und Arbeitsplätze (Wasser, Gas, Güterbahnhof). Auf unserem Weg folgen wir der Geschichte des Viertels und spüren den Folgen der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 nach.
Wir stellen Erinnerungszeichen wie das 2024 eingeweihte und von Wolfgang Wiedey gestaltete Denkmal für die Euthanasie-Opfer im ehemaligen Kinderkrankenhaus in der Marckmannstraße vor. Der Rundgang endet an der Gedenkstätte Bullenhuser Damm mit dem Rosengarten.
Ein Stadtteilspaziergang mit Wolfgang Wiedey.
Treffpunkt: Wasserkunst Kaltehofe, Kaltehofe-Hauptdeich 6-7, 20539 Hamburg, im Infozentrum „Altes Labor“ (historische Villa) Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Foto: Feuersturm-Denkmal in Rothenburgsort © Wolfgang Wiedey
Veranstalter

So 03.05.26
14:00 – 16:30 Uhr
Kaltehofe-Hauptdeich 6-7
20539 Hamburg
kostenlos, keine Anmeldung erforderlich
Führung
Die Kinder vom Bullenhuser Damm
Gedenkstätte Bullenhuser Damm , Bullenhuser Damm 92-94, 20539 Hamburg
Keine Anmeldung erforderlich
Veranstalter
So 03.05.26
14:00 – 16:00 Uhr
Gedenkstätte Bullenhuser Damm
Bullenhuser Damm 92-94
20539 Hamburg
Keine Anmeldung erforderlich
Stolpersteinrundgang
Auf den Spuren der Opfer des Nationalsozialismus in Wilhelmsburg
Stübenplatz, 21107 Hamburg
Keine Voranmeldung erforderlich. Der Rundgang ist kostenfrei!
In Hamburg wurden ab 1941 etwa 7000 Menschen, jüdische Hamburger, Sinti und Roma in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert. Nur wenige überlebten die Lager.
In Wilhelmsburg erinnern Stolpersteine an diese Opfer; es waren jüdische Nachbarn, aber auch politisch Verfolgte.
Der Rundgang erzählt aus ihren Lebensgeschichten, ihrem Alltag vor Beginn der Verfolgung und von ihrem Leiden.
Musikalisch begleiten uns Lutz Cassel und Ulrich Kodjo Wendt
Treffpunkt: Auf dem Stübenplatz unter dem Dach, 21107 Hamburg.
Veranstalter

So 03.05.26
16:00 Uhr
Stübenplatz
21107 Hamburg
Keine Voranmeldung erforderlich. Der Rundgang ist kostenfrei!
Gedenkfeier
Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager
KZ-Gedenkstätte Neuengamme , Hamburg
Öffentliche Veranstaltung, um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten, Der Einlass ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Zur Anmeldung
Internationale Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Überlebenden und Angehörigen ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme aus aller Welt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Gedenkfeier in den ehemaligen Walther-Werken und wird mit einer Kranzzeremonie am ehemaligen Arrestbunker fortgesetzt.
Programm: Begrüßung: Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Vorstand Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die NS-Verbrechen
Grußwort: Carola Veit, Präsidentin der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg
Grußwort: Maria Bering, Stellvertretende Amtschefin bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Rede: Überlebende des KZ Neuengamme
Rede: Katrin Duerinckx, Vorstandsmitglied der Amicale Belge de Neuengamme und der NCPGR Meensel-Kiezegem ’44 (Tildonk, Belgien)
Musikalische Begleitung: Staatliche Jugendmusikschule Hamburg, Samantha Wright
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, ehemalige Walther-Werke (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Ausstellung“)
Alle Informationen hier
Veranstalter
So 03.05.26
16:30 Uhr
KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Hamburg
Öffentliche Veranstaltung, um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten, Der Einlass ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Zur Anmeldung
Film
Doppelprogramm: Zwei Filme und anschließendes Gespräch mit den Filmemachern „Yiddish! Vey iz mir“ und „The Presidents’ Tailor“
Metropolis Kino , Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
Tickets hier (ab 08. April)
„Die Nazis wollten nicht nur Juden, sondern auch die jiddische Kultur vernichten“, sagt der Komponist Daniel Galay in Israel.
In New York lebt Martin Greenfield, er wuchs als Maxmilian Grünfeld mit Jiddisch auf, überlebte das KZ Auschwitz und wurde Amerikas größter Schneider.
Zwei kurze Dokumentarfilme (jeweils Original mit deutschen Untertiteln) und ein Gespräch mit den Filmemachern.
Präsentiert von der Woche des Gedenkens Hamburg- Mitte in Kooperation mit der Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch e.V.
Yiddish! Vey iz mir ... Spurensuche nach einer fast vergessenen Sprache und Kultur
Dokumentarfilm / 35 Min. / Deutschland 2026 / OmU dt.
von Gernot Steinweg, Re Karen, Clemens Seiz, mit Gastbeiträgen von Daniel Bukowski, Ruth Levin, Daniel Galay, Rafaël Goldwaser
Jiddisch – eine Mischung aus Mittelhochdeutsch, Hebräisch und Slawisch – wurde von jüdischen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa gesprochen und breitete sich von dort über die ganze Welt aus. Es ist eine grenzüberschreitende, internationale Sprache, die nie Ausdruck einer militärischen Macht war. Vor dem 2. Weltkrieg sprachen weltweit etwa elf Millionen Menschen Jiddisch.
Der Musiker Daniel Bukowski (Hennef, NRW) erinnert sich an seine jiddischen Wurzeln. Als 14-jähriger Schüler lernte er Jiddisch, um seine aus Litauen stammenden und in Israel lebenden Großeltern besser verstehen zu können. Als er sie zu Ostern 1998 besuchte, traf er auf eine kleine, aber doch lebendige Szene, in der die jiddische Sprache und Kultur gepflegt wurde: Familienangehörige, Jugendliche, Musiker, Schauspieler, Autoren und Wissenschaftler. Damals begleiteten ihn die Filmemacher Gernot Steinweg (Regie & Ton) und Re Karen (Kamera). 28 Jahre später fragen sie nach, was aus dem Jiddischen geworden ist. Der Film gibt einen vielschichtigen Einblick in ein prägendes Element europäischer Kulturgeschichte. (Text: Gernot Steinweg )
The Presidents’ Tailor (Der Schneider der Präsidenten)
From Auschwitz to the White House (53 Min.)
Dokumentarfilm / 53 Min. / Deutschland 2024/ OmU dt. Regie: Rick Minnich
Maxmilian Grünfeld sprach Jiddisch, lebte in der Tschechoslowakei, verlor seine Familie in den Konzentrationslagern der Nazis und hatte keine Geschäftserfahrung. Martin Greenfield lebt in Brooklyn, spricht Englisch, schneidert Anzüge für US-Präsidenten und betreibt eine renommierte Herrenmaßschneiderei mit Kunden und Freunden aus der High Society. Es ist ein und derselbe Mann, eine über 90-jährige Modelegende. Martin Greenfield überlebte den Holocaust und wurde Amerikas größter Schneider. Mit seinem ansteckenden Lächeln, seinem Einfallsreichtum und seinem Beharren auf „Qualität mit inneren Werten“ arbeitete sich Martin von seinen bescheidenen Anfängen als Laufbursche in der GGG-Schneiderei in Brooklyn schnell zum bevorzugten Schneider für US-Präsidenten und Prominente hoch. Später stiegen seine beiden Söhne Jay und Tod in die Produktion mit ein, doch Martin blieb immer die Seele der Fabrik in New York. Doch nach vielen Jahrzehnten ist er nun langsam bereit für den Ruhestand. „The Presidents‘ Tailor“ ist ein Dokumentarfilm über die Geschichte des Mannes, der entgegen aller Widerstände von Maxmilian Grünfeld zu Martin Greenfield wurde. Der Film begleitet Martin und seine Familie beim anstehenden Generationswechsel in New York, aber auch auf Spurensuche in Europa und versucht seinen Werdegang nach New York zu verfolgen. (Text: Rick Minnich)
Veranstalter
Veranstalter

So 03.05.26
18:00 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg
ja
Tickets hier (ab 08. April)
Diskussion/Gespräch
Erinnerungskultur zwischen Kommerzialisierung und Ehrenamt
Grüner Bunker, Feldstraße 66, 20359 Hamburg, Vereinsräume Hilldegarden, Level 4
Anmeldung hier
Viele Jahrzehnte war der ehemalige Flakturm an der Feldstraße nur als Medienbunker und Eventlocation bekannt. Erst mit der Eröffnung des neuen grünen Aufbaus im Sommer 2024 begann auch der Aufbau eines angemessenen Erinnerungs- und Gedenkorts. Diese Aufgabe ist vertraglich dem gemeinnützigen und ehrenamtlich arbeitenden Verein Hilldegarden e.V. anvertraut.
Die Umsetzung erfolgt modular und schrittweise und ist wiederholt mit großen Hindernissen konfrontiert. Die Erinnerungskultur steht immer wieder unter Kommerzialisierungsdruck, das Ehrenamt erlebt die typischen Überlastungserscheinungen. Welche Rolle können in diesem Prozess digitale Medien spielen? Wie kann in dem schwierigen, aber auch faszinierenden Umfeld eine angemessene, faktenbasierte, nicht-kommerzielle und inklusive Erinnerungskultur etabliert werden?
Es diskutieren Prof. Dr. Birthe Kundrus, Historikerin, Universität Hamburg, Prof. Dr. Thomas Weber, Medienwissenschaftler, Universität Hamburg, und Mitglieder des Vorstands des Vereins Hilldegarden e.V.
Zugang über den Bergpfad (dem Aufsteller folgen; am Drehkreuz zum Eingang des Bergpfads werden Rucksäcke auf Flaschen überprüft) oder über den Lastenfahrstuhl (barrierefrei) an der Seite, die zum Heiligengeistfeld weist (ebenfalls dem Aufsteller folgen)
Eintritt frei, Anmeldung zur besseren Planung erbeten unter anmeldung@hilldegarden.org.
Spontanbesuche willkommen.
(Bei Anmeldung per Mail, bitte die Veranstaltung nennen)

Veranstalter
Mo 04.05.26
19:00 – 21:00 Uhr
Grüner Bunker
Feldstraße 66
20359 Hamburg
Vereinsräume Hilldegarden, Level 4
ja
Anmeldung hier
Film
„EMERGING FROM THE SHADOWS: Rediscovering the legacies of Weinberg and Korngold“
Metropolis Kino , Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Ein Dokumentarfilm über Resilienz durch Musik: Wie schaffen es Künstler:innen, selbst im Angesicht dunkelster Zeiten nicht aufzugeben — sondern kreativ und sensibel zu bleiben?
Dirigent Constantine Orbelian und Solocellistin Kristina Reiko Cooper setzen sich zum Ziel, das vergessene Erbe der jüdischen Exilkomponisten Mieczyslaw Weinberg und Erich Wolfgang Korngold zurück auf die Konzertbühne zu bringen. Die gegensätzlichen Schicksale Weinbergs und Korngolds — im Zuge des zweiten Weltkrieges jeweils nach Moskau und Hollywood emigriert — stehen beispielhaft für die Kraft künstlerischer Integrität in größter Not.
„Am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Die Musik ist unglaublich schön, aber die Geschichten dahinter sind herzzerreißend.“
(Zuschauer auf Live Screenings Network)
„Mehr als nur eine weitere Geschichte über den Zweiten Weltkrieg oder eine weitere musikzentrierte Biografie.“
(Filmthreat.com)
„Ein zutiefst bewegender und notwendiger Film.“
(Zuschauer auf Live Screenings Network)
SYNOPSIS
Wie schaffen es Künstler:innen, selbst im Angesicht dunkelster Zeiten nicht aufzugeben — sondern kreativ und sensibel zu bleiben? Und wie prägen die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs unsere musikalische Landschaft bis heute? Diese Dokumentation erzählt die bewegenden Geschichten von Mieczysław Weinberg und Erich Wolfgang Korngold. Die Werke beider Komponisten aus dem 20. Jahrhundert finden erst in jüngster Zeit neue Aufmerksamkeit, nachdem ihre Kompositionen durch die Nachwirkungen des Holocaust lange in Vergessenheit gerieten.
Der Film begleitet die Albumaufnahme des vierfach GRAMMY® nominierten US-Dirigenten Constantine Orbelian, Chefdirigent des Kaunas City Symphony Orchestra, und der in Israel lebenden Cellistin Kristina Reiko Cooper. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Vermächtnis der beiden Komponisten zurück auf die Bühne zu bringen.
In verwobenen Erzählsträngen tauchen wir in die unterschiedlichen Lebenswege von Weinberg und Korngold ein. Geboren in jüdischen Familien in Warschau und Wien, waren beide gezwungen, vor den Schrecken des Holocaust zu fliehen. Weinberg fand Zuflucht in der Sowjetunion und ließ sich in Moskau nieder, während Korngold in die USA emigrierte und einer der etabliertesten Filmkomponisten Hollywoods wurde.
Zwischen den historischen Segmente kehren wir zu den Albumaufnahmen in Kaunas, Litauen zurück und erleben die Arbeit, die das anspruchsvolle musikalische Projekt Cooper, Orbelian und den Musiker:innen des Orchesters abverlangt.
In einer Zeit erneuter globaler Spannungen – 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs – erinnert die Dokumentation „Emerging from the Shadows“ an künstlerische Widerstandskraft und Integrität. Werte, für die es heute mehr denn je einzustehen gilt.
Anwesend werden sein:
- Kristina Reiko Cooper, Cellistin / Protagonistin
- Constantine Orbelian, Dirigent / Protagonist
- Veronika Emily Pohl, Regisseurin
- Moderation: Insina Lüschen
2026, 52 Minuten, Musikdokumentation
Tickets unter: www.metropoliskino.de

Veranstalter

Mo 04.05.26
19:30 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg
ja
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Gedenkfeier
Gedenkstein für Widerstandkämpfer:innen
vor dem Kundenzentrum Billstedt, Öjendorfer Weg 9, 22111 Hamburg
kostenlos
Kundgebung mit Musik und Redebeiträgen mit Jugendlichen der Katholischen Schule und anderen
Begrüßung durch den Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer
Stadtteilprojekt Sonnenland, Omas gegen Rechts, Billstedt
Veranstalter
Di 05.05.26
11:00 – 12:00 Uhr
vor dem Kundenzentrum Billstedt
Öjendorfer Weg 9
22111 Hamburg
kostenlos
Ausstellung
Intellectual Freedom – Verboten, Entfernt, Diskutiert
Millerntorwache, Millerntorpl. 20, 20359 Hamburg
Eintritt frei
Vom 5. bis zum 29. Mai sind die Bücherhallen Hamburg mit der Ausstellung „Intellectual Freedom – Verboten, Entfernt, Diskutiert“ zu Gast in der Millerntorwache. Sie widmet sich dem Thema der Meinungsfreiheit und behandelt die Gefahr von Einflussnahme auf Bibliotheken – von der NS-Zeit bis heute.
Durch „Book Bans“ werden in den USA in den letzten Jahren immer mehr Bücher aus Schulen und Bibliotheken entfernt. Doch dies geschieht nicht ohne Widerstand: Ein Beispiel dafür ist die Kampagne „The Book Sanctuary“ der Chicago Public Library, die einen sicheren Raum für verbannte Bücher schaffen möchte. Parallel zu diesen Themen beleuchtet die Ausstellung auch die Zensur in den Bücherhallen während der Zeit des Nationalsozialismus und sie beschreibt aktuelle Herausforderungen öffentlicher Bibliotheken anhand von Beispielen aus unter anderem München, Münster und Helsinki.
Warum werden Bücher verbannt oder nicht angeboten? Welche Themen stehen dabei im Zentrum? Wie können Bibliotheken als Orte der Offenheit, Bildung und Toleranz wirken? Und was bedeutet Meinungsfreiheit in demokratischen Gesellschaften?
Besucher*innen können die Ausstellung aktiv mitgestalten und eigene Gedanken zu Themen wie Zensur, Demokratie und Meinungsfreiheit hinterlassen.
Die Millerntorwache ist eine Außenstelle des Museums für Hamburgische Geschichte in Regie der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Öffnungszeiten jeweils von Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei

Veranstalter
Kooperationspartner

Di 05.05.26
14:00 – 18:00 Uhr
Millerntorwache
Millerntorpl. 20
20359 Hamburg
Eintritt frei
Workshop
„Wo anfangen? Rechercheleitfaden zur Erforschung von NS-Familiengeschichte(n)“
FC St. Pauli Museum FC St. Pauli Museum (in der Gegengerade des Millerntor-Stadions), Heiligengeistfeld 1, 20359 Hamburg
Eintritt frei, Anmeldung hier Zur Anmeldung
Nach Erkenntnissen der Studienreihe „Multidimensionaler Erinnerungsmonitor Deutschland“ (MEMO-Studie) des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld glauben fast 70 Prozent der Befragten, unter ihren Vorfahren seien keine NS-Täter*innen gewesen – und doch zeigen historische Forschungen ein deutlich anderes Bild.
Zwischen familiären Erzählungen und Abwehrreaktionen stellt sich für viele Nachgeborene die Frage, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen NS-Familiengeschichte aussehen kann – gerade auch im Wissen um die bis heute nachwirkenden Traumata der von NS-Verfolgung betroffenen Familien.
Der Workshop des FC St. Pauli-Museums bietet einen praxisnahen Einstieg in die Recherche: von ersten Fragen im Familienkreis bis hin zu konkreten Archiven und Anlaufstellen – für alle, die nicht wegsehen, sondern genauer hinschauen wollen.
18:00 Uhr Einlass / 18:30 Uhr Beginn
Veranstalter

Di 05.05.26
18:00 Uhr
FC St. Pauli Museum FC St. Pauli Museum (in der Gegengerade des Millerntor-Stadions)
Heiligengeistfeld 1
20359 Hamburg
Eintritt frei, Anmeldung hier Zur Anmeldung
Rundgang
Das Gängeviertel und die Hamburger Neustadt
Museum vor-gänge, Schierspassage , Valentinskamp 38a, 20355 Hamburg
Entdeckt die verborgenen Geschichten der Hamburger Innenstadt! Dieser Rundgang führt durch das historische Gängeviertel und die Neustadt – ein Viertel voller überraschender Spuren von Arbeiterbewegung, jüdischem Leben, queerer Kultur, Musikgeschichte und politischem Widerstand. Zwischen modernen Bürogebäuden und Glasfassaden öffnen sich Einblicke in eine Vergangenheit in der Künstler*innen, Arbeiter*innen, Sexarbeiter*innen, Musiker*innen und politisch Aktive das Viertel geprägt haben.
Von den letzten Resten der alten Gänge über Orte der Arbeiterbewegung und der frühen Schwulenbewegung bis hin zu Schauplätzen nationalsozialistischer Verfolgung zeigt der Rundgang, wie vielfältig, widersprüchlich und lebendig die Geschichte dieses Quartiers ist – und warum sie bis heute relevant bleibt.
Veranstalter

Di 05.05.26
18:00 Uhr
Museum vor-gänge, Schierspassage
Valentinskamp 38a
20355 Hamburg
Lesung
Musikalische Lesung: Vaterland? Ein Schiff kommt nach Hause
Metropolis Kino , Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
12€ Normalpreis / 8€ ermäßigt Tickets hier
Hamburg 1933: Nach acht Wochen auf See kehrt der Dampfer Kulm in seinen Heimathafen zurück. Die sozial wie weltanschaulich ungleiche Besatzung des Schiffes findet sich in einem radikal veränderten Land wieder: Die Nationalsozialisten sind an der Macht und herrschen mit Gewalt und Willkür. Die Mannschaft muss sich dem brutalen neuen Gesicht Deutschlands stellen. Zwischen politischen Spannungen, persönlichen Konflikten und der Suche nach einem Platz in einer unbarmherzigen Gesellschaft entfaltet sich eine mitreißende Erzählung über Identität und den Kampf um das Überleben. Eine musikalische Lesung mit Texten von Heinz Liepman. Von und mit Stephan Möller-Titel und Jochen Klüßendorf und mit projizierter Sofortmalerei der Bildkünstler Jan Helbig und Matthias Kulcke.
(90 min.)
Tickets unter: www.metropoliskino.de
Veranstalter

Di 05.05.26
19:00 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg
ja
12€ Normalpreis / 8€ ermäßigt Tickets hier
Lesung
Treppe aus Papier von Henrik Szántó
Hannah-Arendt-Salon, Schulterblatt 130, 20357 Hamburg
Eintrittspreis: 12€ regulär, 8€ Freundeskreis und 5€ ermäßigt Zur Anmeldung
Das alte Haus erzählt. Denn seine Mauern, Dielen und Ritzen bewahren die Erinnerungen an alle Menschen, die es jemals bewohnt haben. Schon als Kind hat Irma Thon mit ihren nazitreuen Eltern im ersten Stock gelebt. Während die 90-Jährige zurückblickt und immer wieder an die kleine Ruth Sternheim von damals denken muss, erfreuen sie die Gespräche mit Nele Bittner aus dem Vierten. Die Schülerin lernt für eine Geschichtsklausur und beginnt zu verstehen, dass die Vergangenheit nicht vergangen ist, sondern nur wenige Stufen entfernt.
Henrik Szántó, geboren 1988, ist halb Ungar, halb Finne und lebt als Schriftsteller und Moderator in Hannover. Als Spoken Word-Künstler bespielt Szántó Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Als Referent hält Szántó Seminare zu poetischem und kreativem Schreiben, Auftritt- und Vortragssicherheit und bereitet Bühnen für neue und arrivierte Stimmen. Die Kernthemen seiner Arbeit sind Mehrsprachigkeit, Erinnerungsarbeit und kulturelle Vielfalt.
Gastgeberin ist Kristina Omelchenko.
Veranstalter
Di 05.05.26
19:30 – 21:00 Uhr
Hannah-Arendt-Salon
Schulterblatt 130
20357 Hamburg
Eintrittspreis: 12€ regulär, 8€ Freundeskreis und 5€ ermäßigt Zur Anmeldung









