Rothenburgsort war vor dem Zweiten Weltkrieg ein dicht besiedeltes Wohn- und Geschäftsviertel im Hamburger Zentrum. Neben Wohnungen für Arbeiterfamilien entstanden im Laufe des 19. Jahrhunderts wichtige Versorgungsbetriebe und Arbeitsplätze (Wasser, Gas, Güterbahnhof). Auf unserem Weg folgen wir der Geschichte des Viertels und spüren den Folgen des NS-Diktatur von 1933 bis 1945 nach: Verfolgung, Zwangsarbeit, Mord und totale Zerstörung des Stadtteils.

Foto: Feuersturm-Denkmal in Rothenburgsort
© Wolfgang Wiedey
Veranstalter
Führung
„Verloren und vergessen – wie die Speicherstadt vor dem Krieg war“
Speicherstadtmuseum, Am Sandtorkai 36, 20457 Hamburg
Museumsführung mit Rundgang in der Speicherstadt
2015 wurde die Speicherstadt zum UNESCO-Welterbe ernannt. Doch wer hier ein intaktes Ensemble aus der Kaiserzeit erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr gibt es Narben und Brüche, denn 1945 waren 50 Prozent der Lagerflächen aufgrund der Kriegsschäden nicht mehr benutzbar. Nach einer Einführung in der Sonderausstellung "Verloren und vergessen" zeigt der Rundgang die Zerstörungsgrade der Speicherblöcke auf und verdeutlicht die Wiederaufbaukonzepte.

So 04.05.25
16:00 – 17:30 Uhr
Speicherstadtmuseum
Am Sandtorkai 36
20457 Hamburg
Wirklich ein Neuanfang oder eher ein Mythos, um verdrängen zu können was war? Die Zeit einer gewaltigen Aufbruchsstimmung und zerrissener Gegenwart zugleich. Eine Familie durchlebt die chaotischen ersten Nachkriegsjahre, in der die alte Ordnung in Trümmern liegt.
Haltungen, Hoffnungen und Wünsche prallen aufeinander. Man versucht, sich irgendwie durchzuschlagen und organisiert abenteuerlich das Nötigste auf dem Schwarzmarkt. Millionen Heimatlose ziehen durchs Land, die Besatzungsmächte geraten zunehmend in Konflikt, die D-Mark kommt, der Kalte Krieg bricht aus. Und aus einem Deutschland werden zwei.
Mit: Oliver Hermann, Angelina Kamp, Mignon Remé, Erik Schäffler, Markus Voigt
Regie: Erik Schäffler
Text: Oliver Hermann & Markus Voigt
Musik: Markus Voigt
Kostüme: Frauke Volkmann
Bühne & Projektion: Oliver Hermann. Fotografie: Alexandra Calvert
Eine Produktion von Axensprung Theater in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Veranstalter
Veranstalter
Workshop | Schulveranstaltungen
Miteinander reden im interreligiösen Dialog!
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
Anmeldung für Schulklassen hier
Gemeinsam für eine starke Stimme - ab Klasse 5
Erlebt ein interreligiöses Duo auf der Bühne und taucht ein in spannende Perspektiven zu Religion und Religiosität. Gemeinsam reflektieren wir euren eigenen Bezug zu Glaube und Spiritualität, diskutieren die Funktionen von Religion und entdecken, welche Ressourcen sie für das Miteinander bieten kann.
Die Veranstaltung ist ein Einblick in das Projekt „Miteinander reden…“ des Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm). Gespräche über Religion und Religiosität oder aktuelle Ereignisse wie den Nahostkonflikt finden oft auf dem Pausenhof oder zwischen Tür und Angel statt – und verlaufen dabei häufig ungeordnet und konfliktbehaftet.
„Miteinander reden…“ schafft spielerisch methodische Anlässe und einen moderierten Raum, in dem Schüler:innen lernen, konstruktiv und empathisch über kontroverse Themen zu sprechen. Durch ein interreligiöses Moderator:innen-Duo wird Interreligiosität erlebbar gemacht. Schüler:innen treten in den direkten Dialog miteinander und mit den Moderator:innen. Sie bieten Raum für interreligiöse Begegnungen, in denen persönliche Geschichten und Erfahrungen geteilt und Fragen offen gestellt werden können.
Veranstalter
Di 06.05.25
10:00 – 11:30 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
Anmeldung für Schulklassen hier
Workshop
Antisemitsmus – Gibt’s bei uns nicht! Oder?
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
Ein Workshop von Johanna Jöhnck, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.
In diesem Workshop für alle in Schule Tätigen wollen wir uns dem Phänomen Antisemitismus in den Formen nähern, die auch in Hamburgs Schulen präsent sind: als Beleidigungen, Abwertung der Religion und vor allem als Kern der momentan bekanntesten Verschwörungserzählungen, z.B. in der Popmusik.
Lassen Sie uns gemeinsam erkennen, benennen und handeln!
TIS-Nr. 2514M0401
Di 06.05.25
17:00 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
Diskussion/Gespräch
„Mémoire à 4 voix“
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
Anmeldung hier
Yvonne Cossu und Jean-Michel Gaussot, Kinder französischer Widerstandskämpfer, die im April 1945 in Außenlagern des KZ Neuengamme umkamen, sowie Barbara Brix und Ulrich Gantz, Kinder von NS-Tätern, lernten sich vor zehn Jahren in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme kennen und sind seitdem eng befreundet. Zusammen treten sie vor jugendlichem oder erwachsenem Publikum in Deutschland wie im Ausland auf, um die Geschichten ihrer Väter, aber auch die ihrer Freundschaft zu erzählen und ihre Zuhörer*innen zum Kampf gegen das Wiedererstarken neofaschistischer Bewegungen zu motivieren.
Moderation: Martin Doerry (Journalist und Schriftsteller)
Veranstalter
Kooperationspartner
Di 06.05.25
19:00 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
Anmeldung hier
Lesung
3. Mai 1945 in Hamburg: Befreiung!? Für wen?
Teehaus Wallanlagen , Holstenwall 30, 20355 Hamburg
Lesung mit Michael Weber und Beiträge zur Bedeutung des Kriegsendes in St. Pauli und Hamburg
Am 3. Mai 1945 wurde Hamburg kampflos an die britischen Truppen übergeben, um die weitere Zerstörung der Stadt zu verhindern, die ohnehin bereits zu großen Teilen in Trümmern lag. „... am 3. Mai kamen die Engländer…Was ich auch noch genau erinnere: ich hatte plötzlich keine Angst mehr..“, so berichtete Herr Lagrain aus dem Karolinenviertel vom Kriegsende. Und vielen Hamburger:innen dürfte es ähnlich ergangen sein. Aber wie erging es den zahlreichen Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangenen, den als „Asoziale“ Verfolgten, den Homosexuellen, Roma und Sinti? Die Historikerin Frauke Steinhäuser u.a. zeigen anhand einzelner Beispiele auf, wie sich Ausgrenzung und Diskriminierung nach 1945 fortsetzten - nur unter anderen Bedingungen.
Veranstalter

Di 06.05.25
19:00 Uhr
Teehaus Wallanlagen
Holstenwall 30
20355 Hamburg
Gezeichnete Erinnerung: Comics als Medium des Gedenkens
Die Comiczeichner:innen Sascha Hommer und Ayşe Klinge geben im Rahmen der Woche des Gedenkens von Hamburg Mitte in einem Werkstattgespräch Einblick in die Gestaltung des Projekts: Freedom, Freiheit, Liberté! Fasia Jansen - Mutige Stimme der Gerechtigkeit. Anhand des Projektes sprechen die Künstler:innen, welche besonderen Chancen das Medium Comic bietet, um von historischen Ereignissen und Personen zu erzählen und an sie zu erinnern.
Die inhaltliche Idee des Comics ist vom Leben und Wirken historischer Figuren, die aktivistisch tätig waren, inspiriert. Durch die Rezeption ihrer Erfahrungen, erinnern wir an historische Ereignisse und Verbrechen. So wirkt ihr Engagement und ihre Motivation bis heute nach. Als afrodeutsches Arbeiter:innenkind, queere Person und Aktivistin ist die politische Liedermacherin Fasia Jansen eine wichtige Identifikationsperson. Auch heute noch hat sie das Potential, junge Menschen für politisches Engagement zu begeistern. 1929 geboren, ist sie Zeitzeugin der NS-Zeit und hat miterlebt, wie aus einem demokratischen Staat eine faschistische Diktatur wurde: „Alles, was ich erlebt habe, das darf nicht mehr wieder passieren.“
Wir kommen mit den Comic-Künstler:innen und Ihnen ins Gespräch über den Comic als Medium des Gedenkens: Wie kann in nur wenigen Panels historische Tiefe aufgemacht und persönliche Emotionen eingefangen werden? Welche Rolle haben die Illustrationen, welche der Text? Und wie sieht die Herangehensweise von Comic-Künstler:innen eigentlich aus?
Workshop | Schulveranstaltungen
Workshop: Zivilcourage Leben
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
kostenlos, Anmeldung für Schulklassen hier
Ressourcen für ein friedliches Miteinander - ab Klasse 5
In einer Welt, die oft von Unrecht und Ungerechtigkeit geprägt ist, ist Zivilcourage wichtiger denn je! Und dennoch geschehen immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen: Wie konnte das passieren und warum hat niemand eingegriffen? Zusammen schauen wir: In welchen Situationen ist Zivilcourage gefordert? Wann würde ich persönlich eingreifen? Aber warum ist es auch manchmal schwer, in der akuten Situation das Richtige zu machen? Wir wollen Handlungsoptionen für brenzlige Situationen erarbeiten und Schritte einüben, wie Zivilcourage geleistet werden kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Schüler:innen sollen ermutigt werden und Instrumente an die Hand bekommen, einzustehen für das, was sie für richtig und wichtig halten. Denn es braucht eine aktive Zivilgesellschaft, damit ein respektvolles, demokratisches Miteinander Wirklichkeit werden kann.
Veranstalter
Mi 07.05.25
10:00 – 11:30 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
kostenlos, Anmeldung für Schulklassen hier
Kooperation mit dem Verlag Dölling und Galitz aus Hamburg.
Alle Teilnehmer der Begegnung am 24. April haben die Möglichkeit, ihre Werke bei MIT2WO “KunstART“ zusammen mit dem Lichtkünstler Michael Batz im öffentlichen Raum zu präsentieren. Es wird betont, dass bei MIT2WO “KunstART“ zusammen mit “ZeilenART“ alles im Sinne des Humanismus möglich ist. Lediglich das Zeitlimit beschränkt die Dauer der selbst verfassten Zeilen, Gedichte, Musik etc. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen „Lesung“ stehen bei MIT2WO “ZeilenART & KunstART“ die Autoren, die Darstellung, die Erinnerung und die gewollte Interaktion mit dem Publikum im Vordergrund.
Bitte beachten Sie die begrenzte Teilnehmerzahl.
Veranstalter
Lesung
„Stimmen der Befreiung“
Mahnmal St. Nikolai , Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg
kostenlos
Lesung anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes in Europa
Schüler:innen des Helene-Lange-Gymnasiums lesen aus Zeitzeugenberichten ehemaliger Schüler:innen, die das Kriegsende vor 80 Jahren miterlebten. Mit künstlerischer Intervention durch Blackout Poetry.
Schülerinnen der Helene-Lange-Schule, vermtl. zweite Hälfte 1940er Jahre (Staatsarchiv Hamburg, 141-16)
Veranstalter
Mi 07.05.25
18:30 Uhr
Mahnmal St. Nikolai
Willy-Brandt-Straße 60
20457 Hamburg
kostenlos
Lesung
Benet Lehmann & Anton Sefkow: Lesung & Gespräch zu „Esthers Spuren“
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
Anmeldung hier
"Wenn das so weitergeht, wenn die Leute jetzt wieder schweigen, dann haben wir bald die gleiche Situation wie damals."
- Esther Bejarano
Es ist fünf nach zwölf. Die letzten Zeitzeug*innen des Nationalsozialismus versterben. In Deutschland wird wieder über die Bedeutung der Shoah gestritten. In Potsdam trafen sich vor einem Jahr Rechtsextreme, um die Deportation von Menschen zu planen. Anfang dieses Jahres wurde im Bundestag von der CDU bei einer Abstimmung die Mehrheit mit den Stimmen einer Partei herbeigeführt, die bundesweit als rechtsextremistischer Verdachtsfall gilt und in drei Bundesländern gesichert rechtsextrem ist.
Aber was haben Erinnerungskultur und der Kampf gegen Rechtsextremismus eigentlich miteinander zu tun?
In dem Sachbuch »Esthers Spuren« setzt sich Benet Lehmann mit der Geschichte der Shoah-Überlebenden Esther Bejarano und mit ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus auseinander. Welche Rolle spielt das Erbe der Zeitzeug*innen? Wer erinnert an wen und warum? Was ist in meiner eigenen Familie passiert und wie kann ich dazu forschen? Und: Hilft Erinnerungskultur gegen steigenden Antisemitismus und Rassismus?
Zu diesen Fragen liest Benet Lehmann Auszüge aus „Esthers Spuren“ und spricht darüber mit Anton Sefkow, dem Enkel von Esther Bejarano.
Moderation: Nicole Mattern, Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte
Esther Bejarano
Die Zeitzeugin, Musikerin und Antifaschistin Esther Bejarano (1924 – 2021) wurde mit 18 Jahren nach Auschwitz deportiert. Sie musste Akkordeon im berüchtigten »Auschwitzer Mädchenorchester« spielen, kam später in das KZ Ravensbrück und floh bei Kriegsende während eines Todesmarschs. Bis zu ihrem Lebens- ende kämpfte sie gegen die deutsche Geschichtsvergessenheit an. Benet Lehmann hat viele Gespräche mit ihr geführt. Als Mitglied der letzten Generation, die noch unmittelbar mit Zeitzeug*innen sprechen kann, begibt sich Benet Lehmann auf die Spuren ihres Lebens mithilfe aktueller Forschung und im Licht gesellschaftlicher Entwicklungen. Welche Rolle spielt das Erbe der Zeitzeugenschaft heute noch? Was heißt es, Erinnerungskulturen in einer postmigrantischen Gesellschaft miteinander in Beziehung zu setzen? Wer erinnert an wen und warum? Und vor allem: Hilft Erinnerungskultur gegen Antisemitismus und Rassismus?
Benet Lehmann, geb. 1997, hat Geschichte, Englisch und Kunstgeschichte in Hamburg, Berlin und Jerusalem studiert und promoviert gegenwärtig zu Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg und ihrer erinnerungskulturellen Bedeutung heute. Die Recherchen zum Buch »Esthers Spuren« wurden mit dem Sonderpreis für Forschung zu Judentum und Antisemitismus der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Silten-Preis für Holocaustforschung ausgezeichnet. Daneben schreibt Benet Lehmann für Zeitungen und Magazine.
Anton Sefkow, geb. 1981, ist Magister Erziehungswissenschaftler sowie Diplomjurist und promoviert derzeit als Stipendiat des Albrecht Mendelssohn Bartholdy Graduiertenkolleg (Uni Hamburg) in der Rechtsdidaktik zum Thema, wie Digitalkompetenzen für Jurist:innen didaktisch wertvoll gelehrt werden können. Er wurde er mit dem Hamburger Lehrpreis (2022) für die aus der Arbeit entstandene Lehrveranstaltung ausgezeichnet.
Anton ist als Esther Bejaranos Enkel seit jeher mit der deutschen Geschichte konfrontiert und reflektiert das aktuelle Geschehen viel. Seit Esthers Tod engagiert sich Anton im Namen der Familie, um die Erinnerung aufrecht zu erhalten.
Mi 07.05.25
19:00 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
Anmeldung hier