Vergangene Veranstaltungen
Film
Ein stummer Hund will ich nicht sein
Metropolis Kino , Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Der Priester Korbinian Aigner widersetzt sich dem NS-Regime und wird 1941 in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Dort muss er Zwangsarbeit leisten, beginnt jedoch heimlich, neue Apfelsorten zu züchten. Eine dieser Züchtungen, der „Korbiniansapfel“, überdauert und wird zum Symbol für Hoffnung und Freiheit.
Der Film erzählt Aigners Geschichte in einer Collage aus Zeitzeugeninterviews, Spielszenen, Animationen und historischem Material. Er stellt die Frage nach Mut und Menschlichkeit und ruft dazu auf, auch heute bei Unrecht nicht zu schweigen.
DE 2025, Walter Steffen, 100 min.
Tickets unter: www.metropoliskino.de
Veranstalter

Mi 29.04.26
17:00 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg
ja
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Bekanntgabe der Preisträger:innen
"Verantwortung – damals und heute" 2026
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte vergibt in Gedenken an Esther Bejarano bereits zum 5. Mal den Preis „Verantwortung – damals und heute“, um herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement im Sinne von Esther Bejarano sichtbar zu machen, zu ehren und zu fördern.
„Wir müssen mehr erinnern, nicht weniger. Verschiedene Erfahrungen sichtbar machen“, so Esther Bejarano in ihrer Rede am 8. Mai 2021. „Streitet für eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus und Rassismus.“
Der Preis soll Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen auszeichnen, die sich ehrenamtlich für die Hamburger Erinnerungskultur und Gedenkarbeit engagieren oder sich für Demokratieförderung, Toleranz und Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft einsetzen.
Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer: „Bereits zum fünften Mal schreibt die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte den Preis ‚Verantwortung – damals und heute‘ aus. Damit würdigen wir herausragendes ehrenamtliches Engagement, das ganz im Sinne von Esther Bejarano steht: Erinnern, Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen. Die vielen Initiativen und Einzelpersonen in Hamburg-Mitte leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Erinnerungskultur und setzen sich mit großer Leidenschaft für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft ein.“
Der Preis wird im Rahmen der Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte vom 20. April bis 8. Mai 2026 verliehen und ist mit 2000 Euro dotiert. Zusätzlich wird ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro vergeben für die Umsetzung geplanter Projekte von Schulen oder ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen, die neu entstehen oder fortgeführt werden sollen.
Über die Preisträger:innen entscheidet eine unabhängige Jury, in der Expertinnen und Experten aus der Erinnerungskultur und der Geschichtswissenschaft vertreten sind.
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte lädt anlässlich der Befreiung Hamburgs von der nationalsozialistischen Diktatur am 3. Mai 1945 herzlich ein am 28. April 2026 um 19:30 Uhr in das Metropolis Kino.
Anmeldung unter: anmeldung@gedenken-hamburg-mitte.de
Veranstalter
Vortrag/Lesung
Jüdische Sportler:innen im Nationalsozialismus
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
Eintritt frei
Bis 1933 zählten auch im Hamburger Fußballsport jüdische Spieler zu den Leistungsträgern in ihren Vereinsmannschaften. Bereits wenige Wochen und Monate nach der nationalsozialistischen Macht-übernahme am 30. Januar 1933 begannen auch die Hamburger Turn- und Sportvereine damit, im vorauseilenden Gehorsam ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen. Den jüdischen Sportlerinnen und Sportlern verblieb danach nur die Möglichkeit, sich in eigenen Vereinen zu organisieren und einen internen lokal-regionalen Sportverkehr der jüdischen Vereine aufzubauen.
Es kam zu einer Reihe von Vereinsneugründungen, die dem jüdischen Sport zu einer ungewollten Sichtbarkeit verhalf. Prof. Lorenz Peiffer (Universität Hannover) nimmt uns in seinem Vortrag mit auf eine kurze Reise des jüdischen Sports in Hamburg, die nach der Reichspogromnacht 1938 ein jähes Ende finden sollte. Danach gab es in Hamburg keinen jüdischen Vereinssport mehr.
Nach dem Vortrag diskutiert Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) mit Lorenz Peiffer und Dr. Berno Bahro (Universität Potsdam) über Verfolgung, Repression und Freiräume jüdischen Sportlebens während der NS-Diktatur.
Der Eintritt ist frei.
Verantwortlich: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann und Christin Renno
Veranstalter
Kooperationspartner
Di 28.04.26
19:00 – 21:30 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
Eintritt frei
Workshop | Schulveranstaltungen
Erinnern mit Games (Schulprogramm)
Gedenkstätte Bullenhuser Damm , Bullenhuser Damm 92-94, 20539 Hamburg
drei kostenfreie Termine für Schulklassen Zur Anmeldung
Workshop mit Führung durch die Gedenkstätte Bullenhuser Damm
Workshop von Klasse 7 bis 13
Wie können wir uns an Ereignisse erinnern, die wir nicht erlebt haben? Was hat Geschichte mit mir zu tun? Diesen Fragen geht das Digital Remembrance Game »Erinnern. Die Kinder vom Bullenhuser Damm« nach.
Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird Geschichte und die Bedeutung von Erinnerung mittels eines Games vermittelt, ohne sie durch immersive Spieleffekte zu überwältigen.
Nach dem Spiel gehen wir auf einen Rundgang in der Gedenkstätte und sprechen über die Verbindungen zwischen dem Spielgeschehen und dem realen Ort.
Die Gedenkstätte erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die am 20. April 1945 im Keller des leerstehenden Schulgebäudes am Bullenhuser Damm von der SS ermordet wurden. In dem ehemaligen Schulgebäude befindet sich heute die Gedenkstätte. Vor ihrer Ermordung wurden die Kinder zu pseudo-medizinischen Versuchen im KZ Neuengamme missbraucht.
Insgesamt sechs Termine am 28., 29. & 30.04.2026, jeweils um 9:00-12:00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr.
Veranstalter
Kooperationspartner
Di 28.04.26
09:00 – 12:00 Uhr
Gedenkstätte Bullenhuser Damm
Bullenhuser Damm 92-94
20539 Hamburg
drei kostenfreie Termine für Schulklassen Zur Anmeldung
Film
Die Möllner Briefe
Metropolis Kino , Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm.
Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.
96 min., Regie: Martina Priessner
Tickets unter: www.metropoliskino.de
Veranstalter

Mo 27.04.26
19:00 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
20354 Hamburg
ja
9€ Normalpreis / 6€ ermäßigt Tickets hier
Lesung | Diskussion/Gespräch
Lesung und Gespräch mit der Autorin und Journalistin Shelly Kupferberg
Teepavillon Große Wallanlagen, Holstenwall 30, 20355 Hamburg
kostenlos Zur Anmeldung
Die Autorin und Journalistin Shelly Kupferberg stellt ihr neues Buch „Stunden wie Tage“ vor, einen Roman über zwei Frauen im Berlin der 1940er-Jahre, über Widerstand, Verrat und die Spuren, die ein Leben im Schatten der nationalsozialistischen Verfolgung hinterlässt.
Shelly Kupferberg wurde mit ihrem viel beachteten Debüt „Isidor“ einem breiten Publikum bekannt – der Roman wurde zum Bestseller und erst kürzlich am Burgtheater Wien inszeniert. In Hamburg liest sie aus ihrem neuen Werk und kommt mit dem Publikum ins Gespräch.
Moderiert wird die Veranstaltung vom Autor Martin Doerry.
Die Lesung wird unterstützt vom Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und vom Buchladen Frau Büchert.
Anmeldung unter:
Tel. 040-454340
mail@frau-buechert.de
Veranstalter
Veranstalter
Kooperationspartner

Mo 27.04.26
19:00 Uhr
Teepavillon Große Wallanlagen
Holstenwall 30
20355 Hamburg
kostenlos Zur Anmeldung
Workshop
Hamburg debattiert – Bildungsurlaub
VHS-Zentrum Mitte, Schanzenstraße 75, 20357 Hamburg
Kurs-Kosten 109€ Zur Anmeldung
Lasst uns streiten!
Was spricht dafür, was dagegen? Eine Debatte ist ein Streitgespräch nach Regeln, um eine Entscheidung vorzubereiten.
Dieser Bildungsurlaub bietet eine Einführung und die Anwendung des Debattierens. Um zu debattieren, müssen Sie nicht Expert:in auf einem Gebiet sein. Sie benötigen vor allem Klarheit über das Format. Dieses werden wir gemeinsam erlernen, erproben und verfeinern.
Gute Debatten sind Voraussetzung lebendiger Demokratie und können zum Gelingen des Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft beitragen.
Debattieren eröffnet Denkmöglichkeiten, fördert den Respekt vor anderen Meinungen, die gedankliche Flexibilität und rhetorische Fähigkeiten.
Alle Informationen hier.
Zeitraum: 27.04.26 - 29.04.26
Ein Kurs von Susanne Hänsch
Kursnummer: Q13296MMZ15
Veranstalter
Mo 27.04.26
09-16 Uhr
VHS-Zentrum Mitte
Schanzenstraße 75
20357 Hamburg
ja
Kurs-Kosten 109€ Zur Anmeldung

