Diskussion/Gespräch | Schulveranstaltungen
Erzählcafé „Familiengeschichten aus der NS-Zeit“ (Schulprogramm)
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg , Hühnerposten 1, 20097 Hamburg
kostenlos Zur Anmeldung
Erinnerungen und Familiengeschichten im persönlichen Gespräch erfahren
Schulveranstaltung ab Klasse 9
In diesem Erzählcafé treffen Schülerinnen und Schüler Menschen mit berührenden Familiengeschichten, die einen direkten Bezug zur NS-Zeit haben. Sie kommen aus jüdischen Familien, Familien mit NS-Tätern oder haben Familienmitglieder, die während der NS-Zeit im Widerstand gegen die Nazis waren. In kleinen Gruppen können Gespräche geführt und von den Schülerinnen und Schülern Fragen gestellt werden.
Die »Familiengeschichten aus der NS-Zeit« gibt es auch als bewegende Interviews, die Hamburger Schüler:innen mit der Zeitzeugin Esther Bejarano und Angehörigen der 2., 3. und 4. Generation umgesetzt haben. Die Interviews sind auf Youtube abrufbar und eignen sich für die Einbindung in den Unterricht. Mit einer Länge von jeweils 10-15 Minuten können die unterschiedlichen Familienbiografien der Angehörigen aus jüdischen Familien, von Verfolgten und Widerständlern sowie Familien von NS-Tätern miteinander verglichen und diskutiert werden:
Wie wirkt sich die Geschichte der eigenen Familie auf die Gesprächspartnerinnen bis heute aus?
Veranstalter
Fr 08.05.26
10:00 – 12:00 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Hühnerposten 1
20097 Hamburg
kostenlos Zur Anmeldung
Demonstration
Demonstration zum 08. Mai
Jungfernstieg, Rathausmarkt, 20095 Hamburg
8. Mai 1945 - Tag der Befreiung, Chance für Frieden und Demokratie in Europa
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Den 8. Mai zum Feiertag machen!
16:00 Jungfernstieg: Demo Auftakt
16:30 Demo-Start (Zwischenkundgebung Stadthaus)
17:30 Befreiungsfest auf dem Rathausmarkt mit Reden, Geschichten, Musik und mit Informationsständen der Unterstützer*innen.
Ende: ca. 21:00 Uhr.
8. Mai 1945 – Tag der Befreiung
Chance für Frieden und Demokratie in Europa
Für die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer:innen war der 8. Mai 1945 die „Morgenröte der Menschheit, wie der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance Kämpfer Peter Gingold es ausdrückte. Die offizielle Sicht blieb indessen noch Jahrzehnte die der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteur:innen und Mitläufer:innen: sie sprachen von Zusammenbruch, Kapitulation und Besatzern. Für uns Nachgeborene sind und bleiben die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, auch unsere Befreier:innen. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand dazu geleistet hat. Heute, nachdem es kaum noch überlebende „Zeitzeug:innen" gibt, hat Geschichtsrevisionismus – von Relativierung bis gar zur Heroisierung der deutschen Vergangenheit – Konjunktur. Mit unserem Fest am 8. Mai wollen wir die Befreiung von Nazi-Terror, Vernichtungskrieg und Völkermord als Grundlagen für ein Leben in Frieden, Freiheit und Vielfalt feiern und zugleich deutlich machen, wie notwendig es ist, diese Errungenschaften zu verteidigen.
Nie wieder Faschismus!
Derzeit erleben wir eine drastische gesellschaftliche Rechtsentwicklung. Die AfD liegt in den aktuellen Umfragen bundesweit bei rund 25%. Doch rechte Politik geht nicht nur vom äußeren Rand der Gesellschaft und der AfD aus. Auch wenn die extreme Rechte die Grenze des Sagbaren immer weiter verschiebt, setzen die regierenden Parteien die Forderungen willentlich um. Ein massiver Sozialabbau wird konsequent vorangetrieben, während erkämpfte Grundrechte zunehmend angegriffen werden. Die GEAS-Reform stellt nur die Spitze des Eisbergs einer immer menschenfeindlicheren Politik dar. Die Meinungsfreiheit wird weiter eingeschränkt, Antifaschismus kriminalisiert, und Berufsverbote drohen wieder und mit dem geplanten Gesetz zur Regelanfrage im öffentlichen Dienst könnten Berufsverbote wieder eingeführt werden. Es zeichnet sich ein immer autoritärer werdender Staat ab, der die Interessen einiger weniger durchsetzt.
Nie wieder Krieg!
Weltweit nehmen Verteilungskriege zwischen den Großmächten zu. Das sehen wir aktuell in Lateinamerika, Afrika, im Nahen Osten, in Europa und im Südchinesischen Meer. Zur Sicherung von Handelsrouten, Absatzmärkte und Ressourcen wird immer mehr auf Krieg gesetzt. Als drittgrößte Volkswirtschaft will Deutschland immer mehr Einfluss gewinnen. In diesem Zusammenhang wird in schnellem Tempo aufgerüstet. Mehr als 500 Milliarden Sondervermögen stehen für Militärausgaben bereit. Unternehmen wie Rheinmetall machen Milliardengewinne. Die Zunahme der militärischen Produktion geht einher mit einer umfassenden Militarisierung der gesamten Gesellschaft: Von der Wiedereinführung der Wehrpflicht, über den Angriff auf die Zivilklausel bis zu zivilmilitärischer Zusammenarbeit wie bei Red Storm Alpha bis Charly. Bezahlt wird das mit dem Abbau des Sozialstaats: Kürzungen in Bildung, Gesundheit und ziviler Infrastruktur. Wir als breite Bevölkerung sind die Leidtragenden dieser massiven Aufrüstung. Wer sich dagegen stellt, hat mit Repressionen zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund stellen wir uns der Rechtsentwicklung ebenso entgegen wie der Aufrüstung und Militarisierung. Es ist unsere Aufgabe, den weiteren Aufstieg der AfD und anderer rechter Kräfte zu verhindern. Wir stehen dabei an der Seite all derer, die stigmatisiert und ausgegrenzt werden. Dem zunehmenden Rassismus, der Queerfeindlichkeit, dem Antisemitismus und allen weiteren Formen der Menschenfeindlichkeit widersetzen wir uns mit aller Kraft. Als Bündnis stehen wir für eine Stärkung des Völkerrechts und internationaler Institutionen zur friedlichen Konfliktlösung. Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete sind keine Alternative für diplomatische Lösungen. Jede Nation hat das Recht, über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Internationale Solidarität bedeutet das Eintreten für diese demokratische Selbstbestimmung und richtet sich gegen Nationalismus und imperiale Einmischung.
Den 8. Mai ein Feiertag!
Wir wollen am 8. Mai an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung der neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben.
Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann.Das ist überfällig seit 8 Jahrzehnten …“
Esther Bejarano
Veranstalter
Fr 08.05.26
16:00 Uhr
Jungfernstieg, Rathausmarkt
20095 Hamburg
Als zentrale Aufgabe hat sich die Finkenwerder Geschichtswerkstatt e.V. seit 1996 das Erforschen und Bewahren der Arbeits- und Alltagsgeschichten des Ortes und seiner Bewohner gesetzt.
Am 16. Dezember 1996 wurde in Finkenwerder auf Initiative des damaligen Ortsamtsleiters auf dem Gelände der ehemaligen Deutschen Werft ein Denkmal eingeweiht. Es wurde vom in Finkenwerder lebenden Künstler Axel Groehl (geboren 1953) entworfen und zeigt eine durchbrochene Betonmauer, in deren Mitte sich eine Bronzeplastik befindet. Damit möchte der Künstler ein „Zeichen der geballten Hoffnung gegen Verzagen, Verdüsterung und Zwang“ setzen. Eingerahmt wird das Ensemble von zehn Ebereschen. Mit dem Denkmal wurde die Gestaltung des Rüschparks vervollständigt.
Veranstalter