Gezeichnete Erinnerung: Comics als Medium des Gedenkens
Die Comiczeichner:innen Sascha Hommer und Ayşe Klinge geben im Rahmen der Woche des Gedenkens von Hamburg Mitte in einem Werkstattgespräch Einblick in die Gestaltung des Projekts: Freedom, Freiheit, Liberté! Fasia Jansen - Mutige Stimme der Gerechtigkeit. Anhand des Projektes sprechen die Künstler:innen, welche besonderen Chancen das Medium Comic bietet, um von historischen Ereignissen und Personen zu erzählen und an sie zu erinnern.
Die inhaltliche Idee des Comics ist vom Leben und Wirken historischer Figuren, die aktivistisch tätig waren, inspiriert. Durch die Rezeption ihrer Erfahrungen, erinnern wir an historische Ereignisse und Verbrechen. So wirkt ihr Engagement und ihre Motivation bis heute nach. Als afrodeutsches Arbeiter:innenkind, queere Person und Aktivistin ist die politische Liedermacherin Fasia Jansen eine wichtige Identifikationsperson. Auch heute noch hat sie das Potential, junge Menschen für politisches Engagement zu begeistern. 1929 geboren, ist sie Zeitzeugin der NS-Zeit und hat miterlebt, wie aus einem demokratischen Staat eine faschistische Diktatur wurde: „Alles, was ich erlebt habe, das darf nicht mehr wieder passieren.“
Wir kommen mit den Comic-Künstler:innen und Ihnen ins Gespräch über den Comic als Medium des Gedenkens: Wie kann in nur wenigen Panels historische Tiefe aufgemacht und persönliche Emotionen eingefangen werden? Welche Rolle haben die Illustrationen, welche der Text? Und wie sieht die Herangehensweise von Comic-Künstler:innen eigentlich aus?