Gesamtprogramm | Online

Schulprojekt zur Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte

Familiengeschichten aus der NS-Zeit.
Ein Interview mit Ruben Herzberg

Mi. 04.11.20 11:00 Uhr

Online, Hamburg

 

Ruben Herzberg wurde 1951 in Haifa/Israel geboren und kam mit sieben Jahren nach Deutschland. Er war Schulleiter des Gymnasiums Klosterschule und von 2007-2011 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg. Seine Eltern konnten Deutschland vor seiner Geburt rechtzeitig verlassen, andere Angehörige wurden in Auschwitz ermordet.

Das Interview wurde durchgeführt von Schülerinnen und Schülern der Klosterschule Hamburg in Kooperation mit der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg und der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V.

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die 2., 3. und 4. Generation hinein. Die Autorin Sabine Bode (»Kriegsenkel«) beschreibt dies so: »Es gibt in Deutschland keine Familie, an der der Krieg und die NS-Zeit spurlos vorbeigegangen sind. Der größte Teil der Bevölkerung will das auf sich beruhen lassen. Man sagt: Wir wollen an die alten Familiengeschichten nicht mehr denken und was damals in Deutschland geschah, ist uns ja nun hinreichend bekannt. In der Schule mussten wir uns bis zum Überdruss damit befassen. Es fehlt nicht an Fakten. Mag sein. Was aber sicher fehlt, ist ein Verständnis für die Auswirkungen dieser Vergangenheit. Was bedeutet diese Erbschaft für unsere persönliche Identität, für unsere Familienidentität und letztlich auch für unsere gesellschaftliche Identität?«

Die Gesprächspartner*innen der Hamburger Schüler*innen waren Zeitzeug*innen sowie Angehörige mit unterschiedlichen Familienbiografien aus Hamburg (Familien von NS-Tätern, Verfolgten, jüdischen Familien, Widerständler). Die einzelnen Interviews können auch im Schulunterricht eingesetzt werden.

Veranstalter

Kooperationspartner

Mi 04.11.20

11:00 Uhr

Online
Hamburg

Termin speichern (.ics)